Bücher schreiben mit ADHS - mit Anne Solveig und Erina Wissing

Shownotes

Anne Solveig und Erina Wissing betreiben den Bunnybrains Podcast und kennen die Struggles des Autorinnendaseins nur allzu gut. Insbesondere die Schwierigkeiten, die beim Bücher schreiben mit ADHS entstehen, wie Zeitblindheit und Prokrastination. Im heutigen Gespräch berichten die beiden wie sie ihren Alltag meistern und welche Strategien und Methoden ihnen helfen, statt sich in endlosen Gedankenschleifen zu verlieren, ihre Manuskripte zu beenden und Deadlines einzuhalten.

Bücher & Sonntage mit einer Spende unterstützen

Du erfährst:

  • Was ADHS ist
  • Welche Methoden Erina und Anne helfen, sich im Alltag zu organisieren
  • Was Gamification ist und wie es ADHS Gehirnen helfen kann, Dinge zu erledigen
  • Wie die beiden sich zum Schreiben motivieren, statt zu prokrastinieren
  • Was Hyperfokus ist
  • Die positiven Aspekte von ADHS

Wenn dir Bücher & Sonntage gefällt, du deine Wertschätzung für den Podcast ausdrücken und gleichzeitig dabei helfen möchtest, dass ich den Podcast weiterhin für alle kostenlos anbieten kann, dann schau mal bei Patreon vorbei. Ich danke dir von ♥-en für deine Unterstützung.

Die Links zur Episode:

Der Bunnybrains Podcast

Anne auf Instagram

Erina auf Instagram


Meine Website: https://juliazieschang.de

Meine Bücher: https://juliazieschang.de/buecher

Instagram @juliazieschang

Alle aktuellen Links und Infos auf einen Blick

Impressum

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen beim Bücher- und Sonntagepodcast.

00:00:06: Das sind zwei Dinge, die ohne jeden Zweifel zusammengehören!

00:00:11: Ich bin Julia Tsichank – Autorin von Jugend- und Liebesromanen.

00:00:16: Mehr über mich und meine Bücher sowie spannende Extras findest du auf meiner Website unter juliatsichank.de.

00:00:25: Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß mit der heutigen Episode.

00:00:35: Wie schön, dass du auch am heutigen Sonntag wieder mit dabei bist.

00:00:39: Und heute ist ja der letzte Buchmessetag von der Frankfurter Buchmesse und wenn diese Folge erscheint dann werde ich innerhalb von drei Wochen in London gewesen sein umgezogen sein und eben auf der Buchmesste.

00:00:53: also drei Dinge die ganz schön viel Energie ziehen und schlauchen auch weil sie natürlich super schön sind und im Falle des Umzugs auch einfach ringend notwendig.

00:01:05: aber Umso schöner ist es, dass die heutige Folge richtig viel Spaß macht und ich finde auch wahnsinnig inspirierend ist.

00:01:12: Denn heute habe ich mir die Unterkürzung vom Bunny Pranes Podcast geholt und den Bunny Prains Podcast dem machen Lone Solvec und Berenna Wissing.

00:01:23: Die beiden behandeln eben die Themen ADHS und da sie auf Autorinnen sind geht das eben darum wie man mit ADHS von der Motivation um vom Zeitmanagement her schafft Bücher zu schreiben Und ich find das Thema eben wahnsinnig spannend.

00:01:37: und schreibt mir auch super gerne mal den Kommentaren auf Spotify, wenn du ebenfalls ADHS hast oder glaubst, du könntest eine Tendenz dafür haben.

00:01:47: Das fände ich wirklich sehr interessant, mal zu sehen wie viele von meinen HörerInnen dann genauso ein verrücktes Bunnybrain haben, sag' ich jetzt einfach mal!

00:01:56: Ja also wie gesagt, ich fand dieses Gespräch unglaublich interessant und hab da richtig viel diesmal für mich mitnehmen können weil wie gesagt bei meinem Gehirn definitiv ein Intendenz zu ADHS.

00:02:07: Ich glaube, dass ich die ganzen Techniken und Tipps sehr gut brauchen kann!

00:02:11: Und ich bin auch schon gespannt wie sie mir helfen werden wenn ich sie dann demnächst einmal umsetze nachdem jetzt eben der ganze Trubel vorbei ist und ich mich wieder hoffentlich mehr den Bücher schreiben wird.

00:02:23: man kann also ich freue mich wirklich schon richtig auf so einen rötlichen Cozy Herbst.

00:02:27: Ja, im Sommer durch die ganze Hochzeit und alles hatte ich auch natürlich wieder keine Zeit mich mit meinen Büchern zu beschäftigen.

00:02:33: Und inzwischen vermisse ich aber doch das Schreiben sehr.

00:02:36: Vor allem nachdem ich ja jetzt dann eben auch in London gewesen bin und da es aktuelle Romanprojekt eben in London spielt und ich da auch sehr viele Ideen und Inspiration mit nach Hause genommen habe...ja!

00:02:50: Und genau ich würde sagen wir blicken jetzt einfach direkt rein in das Interview mit Anne Solveig und Rena Wissing.

00:02:59: Hallo,

00:02:59: Anne und Erinner!

00:03:01: Ich freue mich sehr, euch beide heute hier im Podcast zu haben und dass wir mal so über das Thema ein bisschen quatschen Bücher schreiben mit ADHS – ich glaube es wird super interessant – und erzählt erst einmal wie habt ihr beide euch denn kennengelernt?

00:03:13: Und wie ist dann auch die Idee zu eurem eigenen Podcast dem Bunnybrains-Podcast

00:03:17: entstanden?!

00:03:19: Ja, so hallo Julia!

00:03:20: Super schön, dass wir da sein dürfen!

00:03:21: Vielen Dank für die Einladung!

00:03:24: Ja, ich würde das mal einen Anne geben.

00:03:29: Ganz elegant an mich!

00:03:30: Wir haben uns tatsächlich bei einem anderen Podcast kennengelernt.

00:03:32: also ich habe vorher den Zeinschlänger-Podcast gemacht was einfach so ein Podcast.

00:03:38: wie war das von vorn angehenden Autoren für angehende Autoren?

00:03:41: Also so'n bisschen auf Augenhöhe war... Das ist so ein Pandemieprojekt gewesen und Wir waren da irgendwann ein relativ großes Team und das sind immer wieder neue Leute dazugekommen.

00:03:53: Und Erinner war eine der ersten, die als Co-host quasi mit in den Podcast reingekommen ist.

00:03:58: Und wir haben da schon gemerkt dass die Chemie einfach stimmt.

00:04:00: also wir haben die Folgen zusammen einfach wahnsinnig gerne aufgenommen auch außerhalb vom Podcast dann super viel Kontakt gehabt.

00:04:07: In der Zeit hatte Erinner so ein bisschen mit ihrer ADHS Diagnostik zu tun.

00:04:12: Also das Thema bei ihr so verstärkt aufgekommen und deswegen haben uns da halt auch relativ viele... drüber unterhalten, weil ich auch eine AD her als Diagnose hab.

00:04:21: Und irgendwann haben wir gemerkt... Wir sind aus dem Zeitschlinger rausgewachsen.

00:04:29: Manchmal passen Projekte einfach ja nicht mehr.

00:04:31: gerade wenn so viele Leute sind dann verschieben sich Dynamiken.

00:04:34: Wir haben aber gedacht wir haben so viel Spaß miteinander über Themen zu sprechen und auch öffentlich für alle zugänglich Den Bunny Brains Podcast gestartet und gesagt, okay wir sprechen hier ein bisschen auf persönlicherer Ebene.

00:04:49: Nicht nur über Schreiben sondern vor allen Dingen auch über das Schreiben mit ADHS und auch das Leben mit ADHS.

00:04:54: und die meisten Themen sind entweder ADHS oder Schreiben... oder Mindset, wenn man dieses Schlagwort mal gebrauchen wird.

00:05:03: Ich glaube wir landen meistens bei Mindset-Themen letztendlich.

00:05:07: Du musst auch dazu sagen dass wir noch während der beim Zeilen Schlinger waren gab es eine Phase wo wir sehr viel über Sprachnachrichten kommuniziert haben weil Anna auf Weltreise war.

00:05:14: Da haben wir uns mit so zwanzig Minuten Sprachnachrichten ausgetauscht.

00:05:17: Und haben irgendwann gesagt, okay, wir beide haben in unserem Leben schon Podcasts gehabt von denen wir profitiert haben einfach weil die uns Perspektive gegeben haben und uns neue Informationen gegeben haben oder uns geholfen haben um selbst auseinanderzusetzen.

00:05:33: Dann haben wir gedacht können wir diese Gespräche auch öffentlich machen?

00:05:35: Vielleicht gibt's da draußen ein, zwei Personen für die das was bringen, die da irgendwie mehr Wert rausziehen.

00:05:43: Wie seid ihr dann beide zum Schreiben gekommen?

00:05:46: Wann habt ihr auch gemerkt, dass ihr ADHS habt?

00:05:51: Ich hab aber zwei gewaltige Fragen gestrichen.

00:05:55: Ich hab eigentlich schon immer geschrieben ... Es war für mich so eine Logikbücher existieren, deswegen muss hier jemand schreiben und ich wusste, ich habe einfach nie darüber nachgedacht, was ich das nicht sein sollte.

00:06:05: Ich war relativ kleine Geschichten als Kind geschrieben und dann irgendwann auch entdeckt, dass ich das ein bisschen als Rückzug nutzen konnte, weil ich halt in meiner Teenager- Jugendzeit relativ viel mit depressiven Verstimmungen und so was zu tun hatte.

00:06:21: Und da war das einfach für mich ein Zufluchtsort, Geschichten zu schreiben und auch eine gewisse Gemeinschaft zu finden unter den Figuren die ich selber ausgedacht habe oder auch Figuren, die ich gestohlen hab... Ich gestohle nicht geliehen davon woanders im Sinne von Fanfictions und sowas.

00:06:34: Und ich habe einfach gemerkt, sowohl Geschichten wie ich konsumiere als auch Geschichten, die schreibe bereichern einfach mein Innenleben auf eine Weise, die wenig andere Dinge bis jetzt erreicht haben.

00:06:45: Deswegen bin ich dabei geblieben und bin dann immer in die Richtung gegangen, ich möchte das irgendwann professionalisieren und ich möchte Handwerk lernen.

00:06:51: Und danach habe ich auch die technische Seite irgendwann lieben gelernt, wo es ein bisschen strukturierter zugeht und so.

00:06:59: Und genau dabei ... Ja, so geht's eigentlich immer weiter.

00:07:03: Ich hab einfach Lust, immer mehr darüber zu lernen und immer weiterzuschreiben.

00:07:08: Ich habe auch als Kind geschrieben und ganz lange nicht mehr und dann irgendwann wieder angefangen.

00:07:13: Das ist jetzt total spannend.

00:07:15: Also ich glaube bei mir, so im Nachhinein wenn ich von heute als Erwachsene drauf gucke habe ich immer schon geschrieben um die Welt zu verstehen und um mir die Welt ein bisschen greifbarer zu machen weil man kann halt nicht alle Erfahrungen selber machen aber man kann vieles durch Figuren erleben und entweder man liest darüber oder man schreibt halt selber.

00:07:35: und das ist glaube bis heute geblieben dass es immer wenn ich irgendwie eine Lebenserfahrung habe oder irgendein Thema, das mich total beschäftigt oder fasziniert.

00:07:43: Oder irgendwie eine Rolle spielt, dass dann ganz schnell ne Roman-Idee zum Thema kommt was dazu führt, dass sehr viele Roman Ideen zusammenkommen die dann alle nicht fertig geschrieben werden.

00:07:54: aber das ist ein anderes Thema auf das wir wahrscheinlich später zurück kommen.

00:08:00: und mit der ADHS Diagnose war es bei mir so Ich hab Psychologie studiert und dann dachte ich irgendwann so im Studium, dass mit diesem ADHS das könnte ja auf meinen Mann zutreffen unter Umständen.

00:08:14: Vielleicht sollte er sich mal testen

00:08:16: lassen.".

00:08:17: Und es war auch bei ihm sehr schnell eine sehr eindeutige Diagnose.

00:08:20: Dann kam halt irgendwie nach so ein paar, ich weiß nicht mehr, Monaten Jahren zurück um die Ecke und meinte du sag mal aber bei dir kann da sein, dass du auch?

00:08:30: Und ich war damals irgendwie, ich dachte noch so ne, ich bin überhaupt nicht impulsiv!

00:08:34: Wenn ich heute drauf gucke, muss ich sehr lachen.

00:08:37: Weil doch total... Ich bin wahnsinnig impulsiv!

00:08:42: Lass uns nächste Woche heiraten!

00:08:43: Warum ziehen wir nicht aufs Dorf?

00:08:45: Das sind so Entscheidungen die sind halt innerhalb von zwei Sekunden entstanden und dann durchgezogen.

00:08:50: also ich bin definitiv impulsif Und bin dann quasi so von hinten rum wieder zu meiner Diagnose gekommen.

00:08:58: Ich hab neulich drüber geredet, ich glaube es ist tatsächlich schon acht Jahre her.

00:09:02: Es fühlt sich kürzer an muss ich ehrlich sagen.

00:09:06: Ja bei mir war's so ein bisschen so... ich hatte dann irgendwann meinen ersten Vollzeitjob und das war kein anspruchsvoller Job.

00:09:12: also das war so Rezeptionsarbeit wo ich in so einem weißen Raum vierzig Stunden die Woche gesessen habe und nicht viel zu tun war.

00:09:18: und ich bin da in diesem Job einfach zerbrochen und ich hab's nicht verstanden weil ich dachte dass ist doch nicht anspruchssvoll!

00:09:22: Das kann doch jeder machen!

00:09:24: So, das ist doch Also irgendwas stimmt mit mir nicht.

00:09:27: So den Gedanken hatte ich schon immer, dieses Grundgefühl von egal wo ich bin irgendwo ecke ich immer an.

00:09:32: das war für mich gewohnt und das kannte ich irgendwie schon immer.

00:09:35: Und ich hatte mal eine Mitbewohnerin die hatte ADHS und da war der Gedanke dann irgendwo so ein bisschen da okay?

00:09:40: Ich muss jetzt mal gucken gibt es vielleicht einen Grund dafür dass sich an vielen Ecken und Enten Baustellen habe?

00:09:49: gibt es nicht vielleicht eine Verbindung.

00:09:50: Weil das ist sehr viel anstrengender, wenn man sehr viele einzelne Baustellen hat als wenn man irgendwann einen Grund findet der alle Bauställen erklärt.

00:09:57: und dann habe ich mich in das Thema reingelesen und war am Anfang auch sehr dagegen weil ich kannte halt dieses Klischeebild von ADHS dass ja auch häufig auf diesem hyperaktiven Typ beruht wo's dann viel darum geht.

00:10:07: man springt von Wand zu Wand und kann sich stillhalten und man redet die ganze Zeit.

00:10:11: Und ich bin nicht so.

00:10:13: Ich hab eher die Art von tagträumerischer ADHS wo ich so eher in mich gekehrt bin und Dinge, um mich herum nicht mitbekomme.

00:10:22: Und auch teilweise von der Welt herunterfalle, weil sie sich schon so schnell bewegt gefühlt.

00:10:28: Aber je mehr ich mich da reingelesen habe und je mehr Ich Podcast gehört hab, wo Leute von ihrer Erfahrung berichtet haben und auch mir Experten angehört haben und sowas, desto mehr hab' ich das Gefühl gehabt es könnte passen und hab dann eine Diagnose gesucht und die wurde dann auch bestätigt nach ein paar Jahren.

00:10:41: aber allein diese sich damit auseinandersetzen hat schon extrem viel gebracht

00:10:46: Bestimmt.

00:10:47: Ich habe ja auch bei mir oft das Gefühl, dass ich keine Ahnung wirklich ADHS habe aber dass ich zumindest auch so eine Tendenz dafür habe weil ich da das auch immer was sich so höre in anderen Podcasts oder eben auch von Menschen wie euch beiden schon sehr mit mir resoniert und ich da auch mal das Gefühl hab irgendwie trifft er schon auf mich zu.

00:11:06: Man muss ja dazu sagen ADHS also man sagte mal ADHS ist ein bisschen wie die Körpergröße So ein Spektrum und jeder Mensch liegt da drauf, weil das damit zusammenhängt wie der präfrontale Cortex ausgebildet ist.

00:11:16: Das ist eines der jüngsten Teile des Gehirns.

00:11:18: Der variiert ohnehin in seiner Ausprägung in der Gesellschaft.

00:11:21: Es gibt Leute, die höher auf diesen Spektrumpfad sind und niedriger.

00:11:25: Die Diagnose bekommt ab dem Moment, wo es einen Leidensdruck da ist.

00:11:28: Es kann gut sein, dass jemand sehr hoch auf diesem Spektrom ist aber einfach in einer Umgebung ist, wo er so gut damit klagt, dass er keinen Leidendstruck hat.

00:11:36: Es kann sein, dass jemand weiter unten ist und das mit der Umgebung genau dasselbe ist.

00:11:40: Aber mein Punkt ist es auch einfach in gewissen Aspekten Charaktermerkmal ... Und ich würd's gar nicht so klar trennen ADHS-Nicht-ADHS.

00:11:48: weil man kann auch wenn man jetzt keine Diagnose hat oder vielleicht auch nicht diagnostiziert bekommen würde Aspekte darin finden wo man sich halt wiederfindet und wo man dann vielleicht auch Wenn man sich damit beschäftigt von profitieren könnte.

00:12:00: Jetzt wenn wir eh schon gerade dabei sind ein bisschen den Begriff zu klären Genau, vielleicht kannst du noch mal sagen Wie funktioniert denn so ein ADHS-Gehören?

00:12:08: Und genau was ist ADHS, genau.

00:12:12: Also ich muss dazu sagen das alles, was ich jetzt erzähle oder was wir beide erzählen also bei Annis noch ein bisschen anders weil sie tatsächlich Psychologie studiert aber auch eher so rudimentäres Wissen darüber war dass es alle Sachen die habe ich mir selber oder die haben uns selber angeeignet in dem Podcast gehört Bücher gehört gelesen Interviews geschaut und sowas.

00:12:31: also das ist bitte nicht als belastbares medizinisches wissen hier irgendwie annehmen.

00:12:37: Aber wie das Dopamin gehen, sag ich schon.

00:12:40: Vielleicht brauche ich kurz eine Pause an, da kannst du das nicht

00:12:43: machen.

00:12:44: Ja es wird halt oft so mit einer problematischen Dopaminverteilung im Gehirn beschrieben also dass letztendlich... im Körper nicht genug Dopamin ankommt und deswegen bestimmte Symptome entstehen.

00:13:01: Das ist eine sehr einfache Erklärung, das trifft auch nicht die Komplexität, da spielen verschiedene Faktoren mit rein.

00:13:06: Ich glaube es ist relativ schwer ADHS so prägnant wirklich zusammenzufassen gerade wenn wir über ADHS immer wachsenden Alter sprechen weil in der Kindheit sieht man noch eher die Primärsymptome also da hat man halt Diese Hyperaktivität im Körper oder dieses Weckträumen, also diese wirklich primären Symptome die man dem ADS zuschreibt.

00:13:29: Im Erwachsenenalter ist das sehr viel komplexer weil die Probleme oft dadurch entstehen dass wir Mechanismen entwickeln im Laufe unserer Entwicklung um mit diesen Problemen die da durch entstehen umzugehen.

00:13:40: und diese Mechanism können halt echt in alle möglichen Richtungen gehen.

00:13:44: Das können Angststörungen sein, das können Depressionen sein.

00:13:47: Es kann sich in Überorganisationen und Überempathie äußern auch in Traumataalweise.

00:13:53: also es sind viele Menschen die bis zum Erwachsenenalter nicht diagnostiziert wurden haben dann vorher eine Palette von anderen Diagnosen bis man mal drauf kommt dass adhs dem unter Umständen zugrunde liegt.

00:14:04: und es macht halt relativ schwer zu definieren, wie ADHS jetzt typischerweise im Erwachsenenalter aussieht.

00:14:12: Weil mein ADHS ist definitiv ein anderes ADHS als das was erinnert hat es wieder ein komplett anderes als das, was zum Beispiel meinen Mann hat.

00:14:19: Also teilweise habe ich mit meinem Mann relativ wenig Überschneidung in der Symptomatik.

00:14:27: Das macht's natürlich schwer zu greifen.

00:14:28: also eine Erklärungsansatz den ich am Anfang hatte ist so'n bisschen dass man erstmal verstehen muss grundsätzlich, dass das Verhalten eines Menschen ja von dem Gehirn gesteuert wird und so Dinge wie Informationen im Kopf zu priorisieren oder sie im Kopf zuhalten.

00:14:46: Oder auch Emotionsregulierung oder sowas sind alles.

00:14:48: So alle nennt man exekutiven Funktionen also das Gehirne in der Lage ist Impulse zu unterdrücken um auf ein längeres Ziel hinzuarbeiten.

00:14:57: Das ist ganz grob verortet in dem was ich gerade erwähnte an diesem präfrontalen Cortex.

00:15:01: es ist ein Teil hinter der Stirn vom Gehirnen Wenn das variiert, so wie jedes andere Körperorgan auch variieren kann oder wenn es irgendwie verletzt ist oder sowas.

00:15:12: Das kann es sein dass diese Funktionen schwerer fallen und das ist immer ein bisschen so eine Sache weil es wird häufig auf den Charakter geschoben.

00:15:19: Warum bist du immer unpünktlich?

00:15:21: Und warum kannst du dir keine Sachen merken und warum lässt du mal Sachen liegen und sowas?

00:15:24: aber dass das mitunter einfach damit zusammenhängt, dass das ne Fähigkeit ist die das Gehirn besser oder schlechter kann je nachdem wie's halt aufgebaut isst.

00:15:33: Das muss man glaube ich erstmal verstehen Und genau das ist auch so eine Grundlage davon.

00:15:37: Aber wie Anne schon sagt, es interagiert ja mit allen Sachen.

00:15:40: Das interagieren ja mit dem Charakter der Umgebung und den Erfahrungen die man macht, mit der Kultur in der man aufwächst.

00:15:45: Es kommen ganz unterschiedliche Suppen dabei raus.

00:15:48: Sagen auch Leute, die in Kliniken arbeiten wenn einer reinkommt und er hat ADHS dann ist der erste den man sieht mit dieser Art von ADHS.

00:15:57: So unterschiedlicher ist teilweise.

00:15:59: Wie

00:16:01: wirkt sich denn ADHS auf euren Alltag und vor allem auch auf das Schreiben aus?

00:16:09: Möchtest du anfangen oder soll ich?

00:16:11: Ich kann ruhig anfangen, muss nur kurz überlegen.

00:16:14: Es hat sich sehr stark verändert also seit ich mich mit adhs auseinandersetze und halt auch weiß was die Schwierigkeiten sind und auch erkannt habe wie ich vorher versucht habe diese Schwierigten zu umgehen.

00:16:27: Faktisch hab ich einfach war ich sehr apathisch oder nicht, aber antriebslos.

00:16:32: Weil als ich früh Erfahrung gemacht habe, ich ziehe eh nichts durch und mache eh nichts fertig ... Oder ich mache zu viele Fehler oder kann das nicht?

00:16:40: Dadurch dass ich mich über ADHS belesen habe, hab ich gelernt, es ist in Ordnung, wenn ich gewisse Dinge, die ich hier nicht so gut machen kann, extern mache.

00:16:48: Dass ich z.B.

00:16:49: Listen schreibe, dass ich mit To-Do-Listen schreife, Dinge farblich markiere, meine Wohnung einrichtet, alles da ist, wo ich brauche.

00:16:55: Und das habe ich sehr, sehr stark gemacht und inzwischen funktioniert es auch sehr gut.

00:17:03: Also wenn man mich im Alltag beobachtet würde man wahrscheinlich auch nicht denken so klassisch die ADHS aber das kippt bei mir häufig ins Gegenteil dass sich zu

00:17:12: eng

00:17:13: Kontrolliere alles, also dass ich innerlich so eine Anspannung habe weil ich so viele Sachen bewusst irgendwie kontrollieren möchte.

00:17:18: Deswegen versuche ich die ganze Zeit zu reduzieren und zu reduziert zu reduziern und mich nur auf das Wesentliche zu fokussieren was auch teilweise schwerfällt, weil ich will ja mehr Sachen machen weil ich bin ja auch lebensfroh und ich finde Dinge machen mir auch Spaß und gewisse Impulsivität ist ja da auch da.

00:17:32: aber es ist eher ein innerer Druck der mich momentan begleitet.

00:17:37: Aber ich komme inzwischen ziemlich gut mit zurecht.

00:17:42: Das haben wir lustigerweise gemein, also wir sind beide tendenziell sehr gut organisiert insbesondere wenn es nicht ausschließlich um uns selber geht.

00:17:50: Also ich glaube in beiden Podcasts die wir gemacht haben, haben wir bis jetzt fast keine Deadlines gerissen.

00:17:57: Wir sind da beide sehr zuverlässig.

00:17:59: einfach vor allem noch eine andere Person involviert ist und weil wir das beide auch einfach... gelernt haben, so dann fallen halt die eigenen Sachen dafür ein bisschen hinten runter.

00:18:07: Also sowas wie gesunde Ernährung oder Sport wo einfach niemand anders die Konsequenzen tragen muss außer man selber.

00:18:13: das ist dann typischerweise das was man nicht mehr so gut im Griff hat.

00:18:18: Gerade im Bereich schreiben ist es bei mir ja nicht nur im Bereich schreiben.

00:18:23: ich bin so eine mit viel zu vielen Ideen und ständig wechselnd in Interessen und das war schon als Kind so ein bisschen Problem, wenn man sich dann irgendwie für AGs am Anfang des Schuljahres entscheiden musste oder so.

00:18:34: Und dann musste man die Entscheidung das ganze Jahr durchhalten und nach drei Monaten hatte ich aber vielleicht schon völlig anderes Interesse und eigentlich gar keine Lust mehr auf das was ich da gemacht habe und es hat sich bis ins Erwachsenenalter durchgezogen.

00:18:47: Beim Schreiben bin ich jetzt schon sehr lange.

00:18:49: Also es ist nicht so, als ob ich nichts durchhalte.

00:18:51: Aber dafür habe ich im Schreiben das Problem, dass ich sehr viele Romanideen in sehr vielen verschiedenen Genres hab, sehr oft neue Dinge anfange und Schwierigkeiten habe tatsächlich, solange dran zu bleiben bis was fertig wird.

00:19:03: auch weil Dinge die neu sind halt eh immer besser aussehen, weil sie haben ja noch keine Fehler Die sind ja potentiell noch perfekt.

00:19:11: Und bei allem was man dann mal anfängt merkt man relativ schnell Das ist nicht perfekt und deswegen ist die andere Idee dann halt vermeintlich besser.

00:19:19: Das ist so ein Problem, in das ich immer wieder renne.

00:19:23: Also von daher... Das Positive würde ich sagen Ideen sind da definitiv.

00:19:29: also ich glaube ich könnte noch zehn Leben mit Ideen füllen jetzt schon und da kommen wahrscheinlich noch ganz viele aber dran bleiben es halt echt für mich eine extrem große Herausforderung.

00:19:41: Ein anderes großes Thema, das ich habe, dass sowohl positiv als auch negativ ist.

00:19:46: Dass ich emotional sehr feinfühlig auf mein Umfeld reagiere.

00:19:50: Das ist natürlich für so Figurenarbeit und fürs Schreiben und ins Figur reingehen total hilfreich.

00:19:55: also ich glaube Ich bin relativ guter drin sehr dicht an meine Figuren ran zu gehen Aber ich bin dadurch halt auch sehr empfindlich Für meine umgebung was wenn negatives feedback kommt tatsächlich ein riesengroßes Thema ist, also dass ich nicht nur denke das es jetzt blöd das ein Lektorat irgendwie gesagt hat.

00:20:15: Dass hier die Handlung nicht stimmt oder dass die Figur noch nicht ganz stimmig ist sondern meine Reaktion ist halt tatsächlich eine extrem emotionale bei der ich weglaufen möchte.

00:20:25: in dem Moment Also wenn negatives Feedback auf meinen Text kommt ist meine erste Reaktionen Okay ich schreibe nie wieder Ich bin gar keine Autorin ich wandere nach Timbuktu aus und spreche alle Kontakte ab die ich jemals hatte.

00:20:37: So es ist natürlich ne total überzogene Reaktions.

00:20:40: kognitiv weiß ich das auch, aber ich kann nicht steuern dass diese Emotion da ist.

00:20:47: Und... Ich kann lernen damit umzugehen und dann halt trotzdem weiter zu machen und so warten bis ich mich reguliert habe und dann das Feedback auch anzunehmen weil ich möchte dieses Feedback ja auch haben Aber es ist halt schon was was den Schreibprozess oft aufhält und hemmt und halt macht das alles sehr viel langsamer noch vorangeht wenn man hat jedes mal so reagiert wenn irgendwas nicht stimmt.

00:21:09: Es gibt noch ganz viele andere Themen in dem Bereich, die natürlich einen Einfluss auf Schreiben haben.

00:21:13: Aber es sind jetzt mal so zwei Bausteine wo man auch schon sieht.

00:21:15: Das hat alles zwei Seiten und das hat definitiv Sachen, die mir beim Schreiben total helfen aber eben auch Sachen,

00:21:27: ranbleiben, das Problem war ich tatsächlich auf.

00:21:29: Bei mir ist es nämlich so, dass ich nachdem die Rohfassung geschrieben ist quasi das Interesse verliere weil ich dann ja schon weiß was im Text passiert, d.h.

00:21:37: dementsprechend fasse ich über Anarbeitung.

00:21:42: Ich weiß nicht ob das irgendwie Sinn ergibt aber solange ich halt den ersten Entwurf schreibe, weil ich auch jemand bin der So sehr plottet ein bisschen schon, aber nicht zu sehr.

00:21:51: Aber solange ich den ersten aufschreibe, ist halt alles irgendwie noch neu und aufregend und spontan.

00:21:55: Dann lasse ich mich so ein bisschen treiben von den Figuren.

00:21:57: Aber danach weiß ich ja dann immer schon genau was das Nächstes passiert.

00:22:00: Und dann wird's wirklich langweilig.

00:22:05: Das kann ich gut verstehen!

00:22:06: Also ich hab' mich tatsächlich gewandelt... Ich war früher Rainer Spencer und bin jetzt irgendwie so eine Mischwesen.

00:22:14: Aber das, was du beschreibst so dieser erste Entwurf.

00:22:17: Man setzt sich hin und man schreibt drauf los ... Und man kann associativ denken und Sachen aus der Luft greifen und alles mit reinbringen.

00:22:24: Das ist unglaublich befreiendt und eine super schöne Sache.

00:22:27: Ich glaub, es ist auch eine der Gründe, warum ich ursprünglich zum Schreiben gekommen bin.

00:22:30: Weil mir viele andere Bereiche meines Lebens so restriktiv vorkamen, weil ich mal versucht hab, mich aufs Spurt zu halten.

00:22:37: Dass es beim Schreiben einfach so war, ich darf nicht machen, was ich möchte!

00:22:39: Konfetti überall, super.

00:22:41: Und dann habe ich irgendwann das Schreibhandwerk gelernt, weil auch den Anspruch hatte.

00:22:44: Ich möchte gerne was schreiben, was andere Leute erreicht und Schreibhandwerk ist ja nichts anderes als quasi die Sprache des Gehirns zu lernen und psychologisch anzuwenden und so.

00:22:55: Seitdem ist mehr Struktur reingekommen bei meinen Problemen es auch definitiv Dinge zu beenden.

00:23:00: also ich schreibe beim Debüt Roman seit zwei tausend neun Und es ist nicht mehr derselbe Roman wie damals, weil Perfektionismus auch ein großes Thema war.

00:23:09: Ein ganzer Weile lang und immer wenn ich den fertig hatte dann hab' ich gedacht ne, der Aspekt und der Aspec geht gar nicht, mach jetzt mal von vorne.

00:23:15: Ich habe quasi fünf oder sechs Mal ähnliche Romanen neu geschrieben... ...und immer wieder gedacht das ist nicht gut genug, dass es nicht gut genugt, das is nicht gutgenugt.

00:23:25: Weil Perfekcionismus ja auch in einer Art und Weise mit dieser Unsicherheit umzugehen, dass man häufig die Erfahrungen gemacht hat, Dinge einfach falsch... zu machen und schlechte Noten zu bekommen oder irgendwie ... Man denkt, man macht alles richtig.

00:23:38: Und kriegt trotzdem ein schlechtes Feedback.

00:23:40: Das verinnerlicht man irgendwann so sehr.

00:23:43: Ich hab es bis jetzt einfach noch nicht fertigbekommen.

00:23:45: Ich bin auf einen guten Weg, aber das habe ich auch für fünf Jahren schon gesagt!

00:23:50: Ich glaube, ich bin wirklich auf einem guten Weg?

00:23:51: Aber das wird sich halt noch zeigen.

00:23:55: Wir sind gespannt.

00:23:57: Niemand ist so gespannt wie ich glaub mir.

00:24:00: Ich schreibe auch so, ich habe nicht das eine Ding so lange durchgezogen.

00:24:06: Bei mir waren es mehr so zwanzig.

00:24:08: Ich hab zwanzige angefangenne Romane in verschiedenste Stadien auf dem Computer die ich natürlich alle ganz dringend noch zu Ende schreiben möchte.

00:24:16: Also nicht so dass ich dann denke nie wieder sondern der Stapel wird einfach nur immer größer.

00:24:25: Ja ich leite ja auch ein bisschen aus eurem Kast nahmen Bunnybrains habe, dass eure Gedanken oft auch recht sprunghaft sind und eben so hoppeln.

00:24:34: Ist es richtig?

00:24:35: Und falls ja was macht ihr denn zugegen des Gedankens Karussells?

00:24:41: Also der Name Bunny Brandster kam ein bisschen zur Phase wo ich noch keine Diagnose hatte Und auch nicht sagen wollte, ich hab ADHS.

00:24:50: Weil ich mich einfach nicht selbst diagnostizieren kann und aber es ein bisschen umständlich war, ständig zu sagen, ja, aber falls ich ADHS habe dann ... und da hat Anne irgendwann vorgeschlagen, dass wir statt ADHS Bunny Brain sagen, als Bunny Brain mache ich das und das, weil man braucht keinen Arzt der einem diagnostiziert, dass man ein Bunny Brain ist!

00:25:08: Und dann ist das so ein bisschen als Name hängen geblieben.

00:25:11: Und dieses sprunghafte Denken, ich weiß noch, ich hatte das früher sehr viel mehr... Ich lege aber auch seit ein paar Jahren extrem viel Wert darauf, mein Inneres so zu kultivieren, dass ich einigermaßen zur Ruhe komme.

00:25:22: Also was ich vorhin schon gesagt habe, was ich versuche zu reduzieren und dass ich versuchte sehr stark zu reflektieren, was es mir wirklich wichtig und was nicht und auch gelernt habe, nein zu sagen und Dinge nicht zu machen sag ich mich mal von Leuten zu entfernen, die mir einfach nicht gut tun.

00:25:39: Nicht weil es schlechte Leute sind, sondern weil sie mehr in der Phase nicht gut machen.

00:25:44: Und diese Regurosität im externen hat zu einer gewissen Ruhe im internen auch geführt, die aber phasenweise immer wieder... aufbricht.

00:25:54: Also ich merke, dass wenn ich in gewissen Erregungsaufregungen, Nervositätzustand komme oder überfordert bin und so was dann habe ich so viele Gedanken.

00:26:02: Gleichzeitig sage ich das Gefühl mein Gehirn verringt sich durch.

00:26:07: aber es hilft auch, dass... Ich weiß nicht woran's liegt aber ich denke sehr wenig verbal.

00:26:12: bei mir passiert sehr viel irgendwie in Bildern und Geräuschen und sowas und das ist bei Anne zum Beispiel anders haben wir auch schon mal drüber gesprochen.

00:26:18: das ist auch ganz interessant weiß auch nicht, was die Ursache dafür ist.

00:26:22: Ich vermute es wäre lauter wenn ich mehr verbal denken würde.

00:26:26: Ja genau wir hatten das Thema bei uns im Podcast auch schon mal weil wir zufällig drüber gestolpert sind dass wir unterschiedlich denken.

00:26:32: Ich denke halt ausschließlich verbal.

00:26:35: Und ja, es ist sehr laut.

00:26:36: Es ist halt irgendwie als hätte man fünfzig Bücher gleichzeitig aufgeschlagen und würde versuchen allen Geschichten gleichzeitig zu folgen.

00:26:43: jetzt habe ich halt das Glück dass ich relativ intelligent bin.

00:26:46: Das ist bei vielen Menschen so die im Erwachsenenalter halt erst die Diagnose bekommen weil man durch Intelligenz gerade in der Schulzeit halt viel Wett machen kann.

00:26:53: So fällt halt einfach nicht auf wenn du schlau genug bist So und ich versuche halt irgendwie bei diesen Fünfzig Geschichten die ganze Zeit irgendwie dran zu bleiben.

00:27:02: Und als du das gerade so erzählt hast, erinnert euch, dass das klingt so wahnsinnig erwachsen.

00:27:07: Meine Strategie ist von außen noch irgendwas drauf zu tun.

00:27:10: Das klingt jetzt total kontraproduktiv aber wenn halt wirklich wenn ich so zwanzig tausend Gedanken auf einmal habe und da keine Ruhe ist es ja also sehr tatsächlich sodass die Gedanken sich sehr gleichzeitig anfühlen oft.

00:27:20: Es ist ja nicht mal wirklich so ein Springen sondern es ist eine Emotion und irgendwas im Körper und gleichzeitig noch fünf Gedanken und eine Einkaufsliste So, alles irgendwie gleichzeitig.

00:27:32: Ich mach den Fernseher an und gucke Serien die ich schon kenne.

00:27:35: Also das ist so.

00:27:35: wenn alles zu viel wird mache ich mir weiß ich nicht Good Witch an oder Gilmore Girls oder keine Ahnung irgendwas wo ich genau weiß was passiert wo mein Nervensystem halt einfach runter kommen kann.

00:27:49: Ich weiß auch dass Fernsehen natürlich auch nicht dafür sorgt dass das Nervenystem komplett runter kommt.

00:27:55: Aber es ist einfach eine Strategie, die hatte ich schon als Kind.

00:27:57: Die hat immer zuverlässig funktioniert.

00:28:00: Vielleicht lerne ich irgendwann auch mal meinen Gehirn zu kultivieren.

00:28:03: Ich bin noch nicht ganz so weit.

00:28:05: Was bei mir auch hilft?

00:28:06: Ich habe sehr viele Methoden Gedanken irgendwo extern einzufangen.

00:28:11: Also wenn ich merke, ich bin geistig überfordert dass ich dann auch List mache und mir Pläne erstelle wie gewisse Sachen angehe oder nicht angehe.

00:28:19: Oder sowas das hilft auch schon, dass das alles nicht so im Kopf ist.

00:28:24: Aber diese Gleichzeitigkeit der Gedanken oder Eindrücke, auch körperliche Eindrücke und so was, wo du das jetzt gesagt hast.

00:28:31: Das kenn ich auf jeden Fall auch.

00:28:33: Und es ist sehr anstrengend.

00:28:36: Ja, das hab' ich nämlich auch.

00:28:38: Ich find's auch sehr anstregend!

00:28:40: Das habe ich mich zum Teil offen, wenn ich sogar Liste schreibe... ...und dann habe ich das Gefühl, obwohl ich es mir gerade aufschreiben wollte, habe ich trotzdem zwei Punkte vergessen.

00:28:49: Es wird sich im Kopf immer mehr an.

00:28:52: So eine riesige Liste im Kopf, weil man die Sachen halt alle gleichzeitig und aufeinander denkt.

00:28:57: Und wenn man also geschriebene Worte, wenn man die aufeinander legen würde dann würde das super viel aussehen einfach wie ein schwarzer Fleck so und dann ziehst du die auseinander und stellst fest es sind nur sieben Worte.

00:29:07: Es hat sich so viel mehr angefühlt.

00:29:08: Und so geht mir das ganz oft, wenn ich eine Liste schreibe, dass am Ende denke ich ... So viel ist es doch gar nicht.

00:29:13: Warum hat sich das denn jetzt so krass viel im Kopf angefühlt?

00:29:16: Ja, das stimmt!

00:29:17: Das war auch ein richtig gutes Bild von dir, Annes.

00:29:20: Ich glaube, so geht's mir tatsächlich auch sehr oft.

00:29:22: und was mir auch hilft, weil du meintest mit den Serien schauen, ist, wenn mich dazu motivieren kann, Sport zu machen.

00:29:30: Dann kommt man auch noch mal so richtig raus aus dem Kopf.

00:29:34: Das stimmt absolut.

00:29:35: Ich hab von einem Jahr das Joggen für mich entdeckt, was heißt entdeck?

00:29:40: Ich wusste schon immer, dass es mir wahrscheinlich gefallen würde aber ich habe nie den Weg gefunden da rein.

00:29:44: und jetzt inzwischen hab ich rausgefunden wie ich joggen kann so, dass ist mir Spaß macht.

00:29:48: Und das ist schon ... das macht schon einen Unterschied.

00:29:51: also wenn ich's hinkriege morgens bereits zu joggen dann setzt er so den Ton für den ganzen Tag, dass ich dann auch irgendwie geistig klarer bin und so.

00:29:59: Also ja, das kenne ich auch.

00:30:01: Ich brauch dafür immer neue Sportarten.

00:30:03: Das ist halt so ein bisschen das Blöde, ich bleib halt an nichts dran.

00:30:06: Also es ist so... In der Uni-Zeit gab's halt so Unisport und ich hab nicht alles ausprobiert von Kickboxen bis Hula!

00:30:15: Und es war dann halt immer eine Weile neu und interessant.

00:30:17: und wenn man gerade was Körperliches neu lernt, dann muss man ja da sein weil sonst fällt man auf die Schnauze.

00:30:25: Und es hilft total auch so Tätigkeiten wie Klettern oder so zum Beispiel.

00:30:28: Es ist halt, du musst halt fokussiert an der Wand sein weil wenn du mit den Gedanken halt dann irgendwie plötzlich dabei bist was du morgen zu essen zum Essen machen willst dann fällst du von der Wand.

00:30:39: Das finde ich auch total hilfreich aber leider hält halten so Sportarten bei mir immer nicht lange.

00:30:47: Ja, verstehe aber auch was du meinst.

00:30:48: Bei mir ist das mit Yoga immer so ... Da hat man ja auch viele Balancing-Poses und da muss man sich dann schon richtig konzentrieren und kann nicht noch an etwas anderes denken.

00:30:58: Und dass es auch so etwas ... Yoga ist etwas, was ich schon seit neun Jahren jetzt mache, wo ich mal dran geblieben bin.

00:31:04: Aber davor war's bei mir ähnlich, dass mir kein Sport richtig zugesagt hat.

00:31:08: Beim Yoga kann ich leider viel zu gut nachdenken!

00:31:12: Echt?

00:31:14: Also ich mach tatsächlich auch jeden Morgen so ein bisschen allein schon für den Rücken, wenn man so den ganzen Tag vom Rechner sitzt sagt der Rücken irgendwann ist nicht so cool.

00:31:21: Deswegen mache ich Yoga tatsächlich auch immer mal wieder Phasenweise auch ein bisschen mehr.

00:31:26: Ich denke da so viel beinahe.

00:31:29: es ist ein bisschen wie Meditieren das klappt auch ganz schlecht.

00:31:32: Ja gut bei meditieren sehe ich auch so.

00:31:33: aber wenn man dann sowas macht wie keine Ahnung Cropos oder so ist man wirklich eben so viel das Gleichgewicht geht, dann kann ich da nicht noch nachdenken, weil sonst krach ich da quasi auf der Mathe zusammen.

00:31:46: Also mein Gehirn sieht das leider anders.

00:31:51: Wahrscheinlich kriege ich es deswegen bis heute nicht hin die Choropose zu halten.

00:31:55: Kann sein ja.

00:31:56: Also bei mir ist es auch so dass ich echt gerne prokrastiniere... Das ist ganz schlimm!

00:32:02: Weil, ja ich glaube das ist halt eben auch so typisch gerade bei ADHS-Gehirnen.

00:32:06: Wenn was verspricht irgendwie spannender zu sein oder mehr Doppelkicks auszuschütten dann macht man halt über das als sich jetzt hinzusetzen an das eigene Monoscript.

00:32:14: wie motiviert ihr beide euch dann zum Schreiben?

00:32:21: Als wir diese Dinge die wir irgendwann auch in unserem Zwiegespräch entwickelt haben ist das Prinzip der Minimimmer also dass man erst mal muss man sich ja sowieso Gedanken darüber machen, wo möchte ich überhaupt hin?

00:32:32: Und warum möchte ich das überhaupt machen.

00:32:34: Weil ich hab irgendwann mal im Interview jemand sagen hören mit ADHS ist man mehr gezwungen, man selbst zu sein als ohne ADHS.

00:32:40: gerade deswegen weil das Gehirn halt so in diesem Dopaminmangel ist dass es immer genau die Sachen sucht, die irgendwie am meisten Spaß machen was ja auch neben anderen Mechanismen hinter der Prokrastination die Nation hängt worvoll hinaus.

00:32:54: Moment Minimumma

00:32:56: Minimuma Dankeschön Und diese.

00:33:02: häufig ist es dann auch so, dass die Aufgabe im Kopf einfach viel zu groß wirkt.

00:33:08: ist es so, dass der Appetit erst beim Essen kommt.

00:33:10: Es ist nicht so, das man sich etwas vorstellt.

00:33:13: Normalerweise stellt sich was vor und ich stehe jetzt auf oder räume die Pfanne in die Spülmaschine.

00:33:18: Dadurch, dass man sich das vorstelt, schüttet das Gehirn schon einen kleinen Vorschuss aus am Belohnung.

00:33:23: Dann ist man motiviert, aufzustehen und diese Pfanne zu räumen.

00:33:26: Aber wenn man Dopaminmangel hat, dann passiert das halt nicht.

00:33:29: Man denkt darüber nach.

00:33:30: Man wundert sich, warum passiert das denn jetzt nicht von selbst?

00:33:33: Das heißt, man muss andere Wege finden, das zu machen die Aufgabe so klein schrittlich zu machen, dass keine Hemmschwelle mehr da ist.

00:33:42: Also anstatt zu sagen ich räume die Pfanne jetzt weg ist der erste Schritt.

00:33:45: Ich stehe jetzt auf und wenn ich dann nicht weitermachen kann Dann ist das auch okay aber steht erst mal auf Und häufig zündet es dann und dann kann man den Rest der Aufgabe auch machen oder zumindest den nächsten Schritt und dem nächsten Schritt?

00:33:56: Und das ist etwas was für mich sehr effektiv ist.

00:33:58: also nicht ich setze mich jetzt in Schreibe drei Stunden und auch nicht ich mache jetzt den Charakterbogen fertig noch nicht ich bin jetzt das Kapitel sondern Ich schreib jetzt zehn Wörter.

00:34:07: oder ich öffne die Datei, oder ich stelle einen Wecker auf fünf Minuten und dann darf ich wieder auffüllen.

00:34:13: Das hilft so ein bisschen das Ganze greifbarer zu machen finde ich.

00:34:19: Eine Erkenntnis, die wir auch immer wieder von vorn haben ist dass Methoden nicht ewig halten.

00:34:26: Es gibt ja so ganz, ganz viele Sachen mit denen man sich motivieren kann.

00:34:29: Auch ganz viel so Gamification funktioniert gerade bei ADHS auch wirklich gut dass man irgendwie weiß ich nicht ein Glücksrat hat auf dem steht wie viele Wörter man heute schreibt oder so.

00:34:39: also es gibt auch wirklich viele schöne Apps und so.

00:34:42: aber das Problem ist halt, dass diese Methoden eine Weile funktionieren und dann sind sie nicht mehr neu Und dann werden sie langweilig.

00:34:50: Dann funktionieren sie plötzlich nicht mehr und das ist total frustrierend, weil du halt ... Du kannst was haben, was zwei Wochen zuverlässig funktioniert und du denkst so yay!

00:34:58: Ich weiß jetzt wie man schreibt ich kann das bis an ein Lebensende machen und werde ganz viele Bücher produzieren und von heute auf morgen funktioniert es plötzlich nicht.

00:35:07: Dann wird halt nicht mehr genug Dopamin ausgeschüttet dabei und das ist halt super frustrierend.

00:35:11: Und dann muss man sich eine neue Methode suchen, und man weiß auch vorher nie was funktioniert oder es nicht funktioniert.

00:35:17: Das ist so ein bisschen Randtasten und Ausprobieren und wenn man da mal wieder etwas gefunden hat, was funktioniert, dann freut man sich solange es hält.

00:35:24: und wenn's nicht mehr hält, ist man frustriert und sucht wieder was Neues.

00:35:29: Da dann nicht so hart mit sich zu sein... was wieder aufhört zu funktionieren und sich dann halt nicht zu zwingen, das einfach stur weiterzumachen auch wenn es gerade nicht mehr funktioniert und so.

00:35:40: Und nicht zu sagen ich bin doof und ich halte nie etwas durch und ich bin faul und vielleicht bin ich gar keine Autorin und so diese ganzen Gedanken die dann kommen.

00:35:48: Wenn man schafft die in Zaun zu halten und hat eine Methode zu suchen die jetzt gerade funktioniert ist schon viel geholfen ist aber leichter gesagt als getan da nicht in dieser Abwärtsspirale jedes mal wieder rein zu rennen.

00:36:01: Ich glaube, das gilt ja für jeden.

00:36:02: Es ist so wichtig wie man mit sich selbst redet und ob man sich jetzt in der Mücke einen Elefanten macht und sagt ich habe das heute nicht geschafft zu schreiben.

00:36:08: Das heißt ich werde es niemals schaffen zu schreiben dass damit hält man sich nur zurück und Erweiterung davon gerade weil es häufig auch schwer ist gerade wenn man so gewohnt ist so negativ zu sich selbst zu reden unglaublich hilfreich, wenn man Leute in seinem Team, sag ich mal hat.

00:36:23: Wenn man mit anderen Leuten zusammenschreibt und eine Accountability-Gruppe macht oder sich zum gemeinsamen Schreiben trifft oder auch Erziele miteinander teilt oder Pläne miteinander teilen.

00:36:31: Einfach dass jemand anders mit drauf guckt und einem gut zuredet und einen so ein bisschen auffängt und einen auch motiviert und man weiß auch jemand anders merkt das jetzt, wenn ich es nicht mache.

00:36:39: Das ist Gold wert!

00:36:41: Ja, absolut.

00:36:42: Also es ist ja so dieses Buddy-Dubbling alleine schon.

00:36:44: also wenn man halt nicht allein in einem Raum sitzt und sei es ein digitaler Raum sondern halt beim Arbeiten mit Menschen zusammensitzt Und zum Beispiel auf dem Videobild schon eine andere Person hat die auch gleichzeitig arbeitet Hilft das bei ADHS schon unheimlich viel?

00:37:00: Weil man halt nich einfach nach fünf Minuten wieder aufsteht weil man halt beobachtet wird dabei Also gefühlt beobachtet da sitzt natürlich niemand der die ganze Zeit irgendwie guckt schreibst du noch Aber theoretisch würde die Person es merken, wenn man aufstehen würde und deswegen bleibt man dann halt eher mal sitzen.

00:37:15: Das funktioniert tatsächlich für sehr viele Menschen sehr gut.

00:37:19: Musst du gerade in dieses Video denken?

00:37:20: Es gibt bei YouTube irgendwie ein Video das geht so ein paar Stunden und da wird einfach nur eine Zimmertür gefilmt und alle paar Minuten kommt irgendein Typ rein und guckt so richtig streng und geht dann wieder raus.

00:37:30: Oh

00:37:30: Gott!

00:37:31: Das klingt schrecklich.

00:37:34: Das klingt ganz ganz schlimm.

00:37:35: Da könnte ich ja gar nicht mehr schreiben.

00:37:36: bei welcher nun noch nervös ist...

00:37:40: Es sind auf jeden Fall schon ein paar gute Tipps mit dabei.

00:37:43: Habt ihr dann auch so das Problem, dass ihr quasi schnell gelenkt werdet?

00:37:47: Weil ich brauche inzwischen halt auch Neus-Canceling Kopfhörer um mich richtig konzentrieren zu können.

00:37:55: Ja bei mir ist

00:37:56: es.

00:37:56: Bei mir ist ... Sound auf jeden Fall ein ganz großes Thema.

00:38:01: Ich bin sehr geräuscht-sensibel, sag ich mal.

00:38:03: Neues Känseling Kopfhörer hab ich auch.

00:38:04: Im Zug kann ich zum Beispiel nicht lesen.

00:38:07: Wenn ich hier sitze und direkt nebenan ist das Wohnzimmer oder wenn mein Mann Freunde hat oder gerade ein Video guckt oder so was, das kann ganz leise sein aber es rieht so wie Sand in meinem Gehirn.

00:38:16: Und ich spür das fast physisch, wie das im Gehirnsicht ist.

00:38:19: Deswegen ist das volles Ding.

00:38:22: Genauso wie.

00:38:22: ich habe diese Loop-Ihr-Plugs, ich weiß nicht ob du die kennst?

00:38:26: Das sind so ... mit so einem Ring dran, ihr Plak.

00:38:30: Sie tust den Ohr und die sind analog mit soem Gang gestaltet, dass sie gewisse Frequenzen rausfiltern.

00:38:37: Die helfen z.B.

00:38:38: auch in lauten Räumen.

00:38:39: Da muss man sich nicht konzentrieren.

00:38:41: Aber das war für mich ein Game-Chamater.

00:38:47: Ist ein anderes Thema jetzt?

00:38:49: Sorry!

00:38:51: Ähm...

00:38:52: Ansonsten Ablenkung, wie gesagt.

00:38:54: Ich habe es versucht soweit zu reduzieren und den Raum in dem ich schreibe, schon so darauf auszulegen ... Ich hab jetzt den Luxus, dass ich einen kleinen Raum habe, den ich alleine für mich gestalten kann, wo ich auch die Tür schließen kann.

00:39:04: Wo niemand reinkommt außer Katzen gelegentlich.

00:39:08: Und der ist halt nicht ... nichts womit ich mich ablenken kann was mir mehr Spaß macht als schreiben, obwohl das stimmt auch nicht ganz.

00:39:18: aber ja ... Ja, Ablenkung ist ein Thema.

00:39:23: Ja bei mir auch, ich finde das immer so schön diese Bilder wenn AutorInnen im Café sitzen und schreiben oder im Zug.

00:39:29: Ich reise ja auch super viel, ich würde super gerne unterwegs schreiben können aber mich holt auch jeder Reiz sofort raus.

00:39:36: also ich habe auch ein sehr reizarmes Arbeitszimmer.

00:39:43: Ich kann auch leider nicht mit Musik schreiben.

00:39:44: Das finde ich auch immer so schön, wenn dann Leute erzählen und ich habe dann so ein Film Soundtrack an und ich reagiere halt auch extrem emotional auf Musik.

00:39:53: Also zu emotional umzuschreiben tatsächlich.

00:39:55: Dann bin ich einfach nur noch in der Emotion und kann nicht mehr schreiben.

00:39:59: Es ist total schade weil ich würde super gerne können!

00:40:01: Und bei mir funktionieren leider nicht mal Noisecanceling Hätte vor uns, weil ich auch auf physische Reize sehr stark reagiere.

00:40:08: Ich kann zum Beispiel nicht schreiben, wenn es zu warm ist!

00:40:11: Ich bin so ein bisschen der Mimose... Also tatsächlich habe ich das Gefühl, mein Hirn hat einen ganz schmalen Temperaturradius in dem es sich bequem mal zu funktionieren und wenn's irgendwie zu warm oder zu kalt ist dann ist das alles schon wieder eingeschränkt.

00:40:26: und ich hab eben auch, wenn ich was auf den oder in den Ohren hab, mir ist die ganze Zeit sehr bewusst dass da etwas ist.

00:40:33: Also mich lenkt das dann tatsächlich ständig ab, dass da was am Ohr ist.

00:40:37: Sie helfen leider nicht mal Kopfhörer, sondern stilles Arbeitszimmer und dass ich beim Reisen nicht schreiben kann.

00:40:43: damit habe ich mich immer noch nicht angefreundet mit dem Gedanken Ich versuche trotzdem immer wieder und vielleicht schaffe es irgendwann aber ich hab noch keine Methode gefunden.

00:40:51: Ich fühle mich auf jeden Fall gerade sehr abgeholt von dem, was ihr so sagt.

00:40:54: Bei mir ist es auch so wenn mein Mann und ich auf der Couch sitzen, ich etwas lesen will und ernst ein Handy ist das es mich sogar ablenkt, wenn ich aus dem Augenwinkel quasi sein Display sehe und wie sich dann die Bilder drauf verändern.

00:41:05: Und dann

00:41:06: würde ich sagen auch, dass ich nicht anders hinsetzen kann, sodass ich den Display nicht mehr sehe.

00:41:10: Das kenne ich auch.

00:41:11: dieses Gespräch haben wir ja auch.

00:41:12: oder zu lautes Atmen.

00:41:16: Auch mal ganz heißend!

00:41:17: Ich glaube der Partner fühlt sich sehr geliebt.

00:41:20: Ja,

00:41:22: kenne ich auch.

00:41:22: Er sagt immer so, er will einfach nur existieren und sogar das stimmt für mich schon.

00:41:26: Was ist das?

00:41:32: Wir hatten eine Pandemie in einer ... ... einen Zimmerwohnung bei dem Homeoffice.

00:41:39: Mein Nervensystem hat Spaß!

00:41:42: Das kommt anstrengend.

00:41:45: Wir haben es irgendwie überlebt und wir sind noch zusammen.

00:41:47: also alles gut.

00:41:50: Ja, ich glaube jetzt können wir auch mal noch vielleicht über die positive Aspekte von ADHS sprechen.

00:41:55: Weil ich finde gerade dieser Hyperfokus ist ja schon etwas mega cooles.

00:41:58: also zumindest geht es mir so wenn ich das mal habe beim Schreiben weil dann ist man so richtig im Flow und kann innerhalb von drei vier Stunden sehr viel Wörter schreiben.

00:42:09: Wie

00:42:10: wird das euch?

00:42:10: Also kommt ihr leicht in diesen Hyperfokussen und auch in den Schreibflow.

00:42:14: und kennt ihr das?

00:42:16: Wir haben da tatsächlich mal in unserem Podcast eine Folge zugemacht und im Zuge der Folge auch selber mal verstanden, dass Flow- und Hyperfokus zwar unterschiedliche Dinge sind.

00:42:25: Ich weiß gar nicht mehr genau, was die Hintergründe waren.

00:42:27: Also Flo ist eher dieses ... Man ist voll in der Aufgabe drin und man ist angemessen gefordert so dass man denkt ich schaff das schon aber es ist trotzdem eine Herausforderung Und man ist dann da so drinnen und es ist angenehm und dann flückt man da so durch und hat man am Ende etwas geschafft und ist zufrieden.

00:42:41: Und Hyperfokus ist eher das, dass man sich in etwas verbeißt was gar nicht unbedingt produktiv sein muss.

00:42:47: also bei mir war das eine ganze Weile ganz viel dass ich mir Pläne gemacht habe, wie ich meine Roman schreibe.

00:42:53: So viele Stunden da reingesteckt, irgendwelche Plänen zu entwerfen für irgendwas und das war auch ein Überfokus.

00:42:58: Und ich wusste die ganze Zeit währenddessen so, es wird dich nicht weiterbringen am Ende guckst du das nie wieder an weil es ist nicht das erste Mal, was passiert ist und es würde dich nie weiter bringen.

00:43:06: aber ich hab jetzt Kopfschmerzen alles drückt und ich sollte eigentlich auch mal etwas trinken.

00:43:11: Aber ich kann jetzt nicht aufhören Man geht halt sich grad darin verbissen und das ist eigentlich eine unangenehme Erfahrung.

00:43:17: Anna hat schon immer gesagt, dass Hyperfokus für sie eher unangênem ist aber in der Folge sind wir erst mal darauf gekommen, dass wir jetzt von zwar unterschiedlichen Dingen geredet haben.

00:43:26: Ja, tatsächlich.

00:43:28: Ich habe immer gesagt ich mag Hyperfokus nicht wenn ich reinkomme weil ich den körperlich extrem fordernd finde.

00:43:35: also ich hab dann tatsächlich mir wird schlecht ich krieg Kopfschmerzen es fühlt sich ein bisschen an wenige Hirnerschütterung kann ich sagen.

00:43:40: war ich tatsächlich leider in meinem Leben schon zwei schwere Hirnerschlüterungen schwerer Ja, egal.

00:43:46: Zwei Gehirnerschütterungen hatte und das fühlt sich bei mir so ähnlich an wenn ich aus dem Hyperfokus wieder rauskomme.

00:43:52: also wirklich so ganz extrem lichtempfindlich und so.

00:43:54: Also ich finde es extrem unangenehm und ich find's auch während des Hyperfokus merke ich dass schon und kann trotzdem nicht aufhören.

00:44:01: Und das ist halt superblöd.

00:44:02: und wie Erinner meinte du kannst halt nicht steuern wo so ein Hyperfocus hingeht?

00:44:08: Wenn ich den beim schreiben hätte Wäre das vielleicht noch was anderes?

00:44:11: Dann würde ich sagen, naja gut okay.

00:44:13: Das hat zwar hohe Kosten aber ich komme im Projekt weiter und es ist richtig cool!

00:44:16: Aber ich hatte in meinem Leben noch nie beim Schreiben den Hyperfokus.

00:44:19: Ich habe dem bei so etwas wie Tetris spielen Was halt nicht hilft.

00:44:23: So dann sitzt du da und spielst stundenlang Tetris bis zur Perfektion.

00:44:28: Die ist danach schlecht.

00:44:29: Du hast den ganzen Tag verloren Du hast nichts gegessen Du warst lange nicht mehr auf Toilette Und hast aber auch nicht so richtigen Fortschritt im Leben davon.

00:44:38: Also ja, ich glaube das sind so diese beiden Ebenen die bei mir zusammenspielen weswegen ich Hyperfokus tatsächlich überhaupt nicht leiden kann.

00:44:47: Aber klar wenn der Superfokus halt zufällig auf was fällt, was einen weiterbringt, was man gerne macht wo man eben dann auch wie du sagst und drei vier Stunden sieht wie der Text wächst und was halt irgendwie cool

00:44:58: ist

00:45:00: Dann kann das ganz anders sein.

00:45:01: und viele, wir haben ja auch schon mit ein paar AutorInnen.

00:45:04: Mit adhs im Podcast gesprochen unter was beeinliegen so dass die halt auch beim schreiben wirklich in überfokus gehen können.

00:45:11: also es ist wie gesagt keine bewusste Entscheidung das passiert halt einfach.

00:45:15: aber die beim schreiben ab und zu in über Fokus kommen.

00:45:20: ich bin dann immer sehr neidisch weil kann schon das kann glaube ich schon cool sein

00:45:25: um vielleicht doch meine lanze dafür zu brechen wenn es darum geht, dass eine Deadline näher rückt.

00:45:31: Das heißt jetzt im Studium man hat eine Prüfung oder man muss irgendwas abgeben oder sowas.

00:45:34: Man hat nur noch wenige Tage Zeit.

00:45:36: dann ist auch dieses... das wir von viele berichten, dass sie das sehr lange vor sich her schieben und dann aber super effizient an einem Abend eine komplett solide Hausarbeit raushauen so und danach fünf Tage komplett flach liegen.

00:45:51: Ich vermute, dass es auch hyperfokus und das kann natürlich sehr praktisch sein.

00:45:55: Ich meine andere Leute machen das dann über Monate hinweg und so Stück für Stück und dann ist es nicht so stressig.

00:45:59: aber die Fähigkeit unter Druck sehr

00:46:03: effektiv

00:46:04: zu arbeiten ich vermute das ist auch das was man super fokuss beichnet und das ist sehr sehr praktische.

00:46:10: Das stimmt!

00:46:10: Ich habe meine Bachelorarbeit also meine erste Bachelorarbeit über fünf Tage an Weihnachten geschrieben.

00:46:17: Kann ich nicht empfehlen.

00:46:18: Aber es ist eine Zweibahl rausgekommen, also ... Ich bin nicht unzufrieden!

00:46:24: Ja, ich muss sagen, dass ich noch nicht so häufig beim Schreiben in den Hyperfokus gekommen bin aber das eigentlich immer ganz gerne mag aus dem Grund weil man wirklich das Gefühl hat hinterher Man war jetzt an dem Tag so richtig produktiv.

00:46:36: Also

00:46:38: das sind diese Word-Counts dann von wirklich wo ich da mal so sechstausend Wörter am Tag schaffe.

00:46:43: ich weiß andere schaffen auch Zehntausende, das schaff' ich nicht.

00:46:45: aber so sechstausend, siebentausende habe ich schon einmal geschafft Und das schaffe ich an einem normalen Tag nicht, selbst wenn ich irgendwie... Jetzt haben wir ja auch den Unterschied gelernt im Flow.

00:46:53: Das ist wirklich ein super Fokus und ich mag schon selbst, wenn ich dann auch so diese körperlichen Aspekte fühle was du meintest auf Anna?

00:47:01: Also ich bin dann oft so dass ich hinterher war, weil ich eben dann auch vergessen habe zu trinken und zu essen, dass ich mich da irgendwie so ein bisschen zittrig einfach fühle wahrscheinlich unter Zucker oder so.

00:47:11: aber ich mag es trotzdem wie wenn mir das beim Schreiben gelingt.

00:47:16: Das ist ja auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

00:47:18: Wir haben schon mit verschiedenen Leuten geredet, und jeder nimmt das ein bisschen anders wahr.

00:47:24: Also es ist wie bei fast allen Themen total charakterabhängig.

00:47:30: Ja, das stimmt.

00:47:31: Du wolltest jetzt eigentlich in die Richtung gehen, was dann eventuell die Vorteile oder die positive Aspekte verlässt?

00:47:41: Ich denke da immer daran, dass es gibt eine Schule oder eine Idee, gar keine Krankheit ist.

00:47:47: Ich meine, das spielt diese ganze Spektrum-Sache vom Anfang rein, die ich erzählt habe.

00:47:52: Aber es ist diese Idee, dass es einfach eine ganz normale Variation in der menschlichen Spezies ist und da würde man dieses Beispiel mit dem Monarchfaltern genannt.

00:48:01: Ich weiß grad nicht mehr wie akkurat das ist aber die Geschichte geht ungefähr so, dass halt ... Es gibt ein gewisser Art von Smetterlinge im Monarchwalter und achtzig Prozent, achtzig, neunzig Prozent dieses Smettermlings fliegen den direkten Weg durch den Wald.

00:48:13: Und so zwanzig Prozent fliegen irgendwie um den Wald herum.

00:48:15: Und da hat man sich mal gefragt, warum machen die das?

00:48:17: Das ist uninfizient.

00:48:18: Die brauchen viel mehr Energie und länger.

00:48:21: Dann kam irgendwann der Gedanke auf sie, wenn der Wald niederbrennt, dann bleibt die Spezies erhalten weil man diese Varianz hat.

00:48:30: Und die Idee wird auch sehr gerne auf Sachen wie ADHS-Autismus oder allgemein Unterschiede den Menschen übertragen, dass halt je mehr Varianz in so einer Spezie es ist, desto höher ist die Überlegenschance Bei ADHS häufig so ist, dass es eine Art und Weise ist sich zu verhalten.

00:48:47: Die gewisse Vorteile bringt aber vielleicht nicht unbedingt in der Gesellschaft, in der wir leben.

00:48:52: Aber es ist ja trotzdem häufig verbunden mit einer großen Kreativität also mit viel Assoziation.

00:48:59: Leute mit ADHS sind sehr häufig empathisch.

00:49:01: das ist immer nicht alle natürlich nicht aber viele haben genau das was Anna auch berichtet hat so eine sehr hohe Empathie Und sind auch häufig sehr unterhaltsam.

00:49:13: Also man kann sehr viel Spaß haben mit Leuten, die ADHS haben.

00:49:15: Weil du einfach immer irgendwas erlebst weil die einfach jedem eigentlich mal hinterherrennen.

00:49:22: Ja ich glaube auch dass also was ich jetzt bei mir persönlich merke ist so allein schon der Erfahrungshorizont den ich sicherlich auch zu großen Teilen aufgrund meiner ADHS hab hilft mir beim Schreiben natürlich total weil ich gefühlt schon zwanzig Leben gelebt habe Viele verschiedene Sachen studiert, teilweise auch zu Ende.

00:49:44: Verschiedense Jobs gemacht irgendwie.

00:49:46: ich habe ganz viele Reisen gemacht und da sind halt immer wieder neue Ideen nochmal was anderes auszuprobieren das ich vorhin mit den Sportarten meinte.

00:49:52: also natürlich wäre ich weitergekommen wenn ich jetzt als Kind entschieden hätte Fußball zu spielen und hätte bis jetzt Fußball gespielt dann wäre ich wahrscheinlich richtig gut im Fußball.

00:49:59: Ich bin in nichts

00:49:59: richtig gut

00:50:00: Aber ich hab halt super viel mal ausprobiert und kann deswegen sagen, wie sich Hula-Tanzen anfühlt oder ... Wie es ist plötzlich als einzige Frau in so einem Kickboxkurs zu stehen.

00:50:11: Und das sind halt so Erfahrungen die beim Schreiben helfen nicht weil ich jede Erfahrung im Roman unterbringe sondern weil ich aus einem riesen Arsenal Auserfahrung schöpfen kann und auch Begegnungen und Umgebungen und so.

00:50:26: Das natürlich super viel wert!

00:50:29: Die Empathie, was Erinner gerade meinte als ich davon auch schon gesagt habe ist glaube ich das, was mir beim Schreiben wahnsinnig hilftheitiv in die Figuren einzutauchen.

00:50:41: Das assoziative Denken würde ich auf jeden Fall unterschreiben.

00:50:44: also einfach dass du auch auf Ideen kommst nicht sofort die erste Idee sind, die man hat.

00:50:52: Es gibt ja manchmal ... gerade wenn man eine Romanhandlung entwickelt oder so, dann gibt's halt die erste Idee, die den meisten Leuten in den Moment kommen würde, weil sie einfach relativ logisch ist.

00:51:00: und so ein ADHS-Gehirn ist sehr gut da drin, in dieser Situation in alle Richtungen mal zu gucken und vielleicht Ideen rauszugreifen, die auch logisch sind aber halt nicht ganz so offensichtlich.

00:51:11: Da sind wir, glaub ich, sehr gut drin.

00:51:13: Und das was ich vorhin gemeint hab dieses, dass man ein bisschen mehr gezwungen ist, selbst zu sein?

00:51:17: Ich find es für mich persönlich sehr bereichernd.

00:51:20: Also ich meine es war auch lange Zeit irgendwo Schmerzer, weil ich das Gefühl habe ich passen irgendwo rein.

00:51:24: aber dann kam irgendwann der Moment wo ich dann selbst reflektiv geworden bin und jetzt an einem Punkt bin, wo ich sage ich habe einen relativ guten Zugang dazu wer ich bin.

00:51:35: nicht immer oder in einer Situation ist auch fassenweise nicht so.

00:51:38: Aber ich merke schon dass mich das auch irgendwo wahrscheinlich für andere zum Beispiel dass manche zu einem interessanten Menschen macht und ich auch selber einfach Spaß habe, mit mir auseinanderzusetzen.

00:51:50: Das klingt jetzt super

00:51:51: komisch!

00:51:53: Aber auch was manche Menschen haben diese Midlife Crisis ist das sie dann irgendwann aufwachen und denken so, ich hab vierzig Jahre im falschen Beruf gelebt oder ich habe vierzig Jahren irgendwie das Falsche gemacht... Ich habe einfach nicht das Gefühl, dass es mir passieren kann weil ich das sowieso ständig habe Und einfach so aufstellter Frage, ob ich das jetzt richtig mache oder nicht.

00:52:12: Also ich weiß nicht, ob es jetzt besser oder schlechter ist aber es ist auf jeden Fall da!

00:52:17: Ich glaube auch, dass diese Dinge die im Alltag und dem Leben durchaus hinderlich sein können.

00:52:22: Die oft als Schutzmechanismen entstanden sind beim Schreiben manchmal hilfreich sein können.

00:52:26: also zum Beispiel geht es ja sehr vielen von uns so das wir sehr sensibel auf unsere Umwelt reagieren weil wir halt früh gelernt haben Wir müssen gucken wie Menschen reagieren.

00:52:35: wann reden wir zu viel?

00:52:37: Und also zum beispiel wir leihen ja dazu manchmal relativ viel zu erzählen.

00:52:40: Das heißt du lernst sehr gut dein gegenüber zu beobachten um zu gucken wann du vielleicht stopp machen musst insbesondere als

00:52:46: weiblich

00:52:47: sozialisierter Mensch in den Zeiten, in denen wir aufgewachsen sind.

00:52:51: Und das ist im Alltag halt auch so.

00:52:54: nur du bist zu empfindlich oder man lässt sich halt sofort irgendwie von Menschen verunsichern und es hat also bei mir viele negative Aspekte.

00:53:04: aber ich bin sehr gut da drin meine Umwelt zu beobachten, Menschen zu lesen, mich infremmende Menschen reinzuversetzen und das sind natürlich wieder Fähigkeiten.

00:53:13: die sind beim Schreiben Gold wert dafür

00:53:16: Definitiv.

00:53:17: Das sind alles sehr holle Fähigkeiten, die auch wirklich beim Schreiben helfen.

00:53:21: Ich mache das nämlich auch gerne viele Dinge so auszuprobieren.

00:53:24: Ich habe immer gesagt ich habe eine mehr so eine Scanner-Persönlichkeit also dass man quasi viele dinge so oberflächlich nur kann und nicht zu wirklich in die Tiefe geht weil dann verliere ich

00:53:37: ja auch schon wieder.

00:53:37: Ja, im Job hieß es immer so T-Qualifikation ist super.

00:53:40: Also wenn du quasi eine Sache richtig gut kannst und dann die T Striche irgendwie nach links und rechts... Und ich saß dann immer da und dachte ja Mist!

00:53:47: Ich bin Bindestrich.

00:53:49: So.

00:53:50: Ich kann nichts in der Tiefe aber ich kann super viel verbinden miteinander.

00:53:54: Wofür es übrigens auch Jobs gibt?

00:53:58: Dann muss ich die glaube ich noch finden.

00:54:01: Im

00:54:01: Kommunikationsbereich, also gerade im Kommunikation Bereich wenn man so zwischen verschiedenen Professionen vermitteln soll oder so da gibt es ja ganz viel.

00:54:10: das sind so Bindestriche gar nicht schlecht an den Stellen.

00:54:16: Aber ich finde es auf jeden Fall schön, wenn wir jetzt so den Podcast aus ein paar positiven Respekten beenden.

00:54:22: Ich hätte dann an euch beide nämlich noch die Schlussfrage und zwar wie sieht denn für euch ein perfekter Sonntag aus?

00:54:36: Ich meine ganz viele Phasen, aber so zwei sehr typische Phasene die sich komplett widersprechen.

00:54:41: bei mir ist Rückzug und Abenteuer.

00:54:43: Wenn du mich in meiner Rückzugsphase erwischst dann gemütlich aufstehen am besten wenn alle anderen noch schlafen.

00:54:50: aber weil ich von selber aufgewacht bin wenn die Welt noch so ganz ruhig ist und noch niemand was von einem will dann erstmal irgendwie Tee kochen oder eine heiße Schokolade sogar Ein Buch lesen, gemütlich im Tag ankommen.

00:55:04: Spazieren gehen... Also wirklich so ein bisschen herbstmäßig mich zurückziehen.

00:55:10: War mit Decke Kuschelsocken was leckeres Essen.

00:55:13: In anderen Phasen finde ich das total langweilig.

00:55:15: diese Vorstelle und denke mir sonst ist kein perfekter Sonntag.

00:55:18: Ich will einen Abenteuer erleben!

00:55:19: Ich möchte jetzt gerne bergsteigen in den Aparlachen oder so Und halt irgendwie was Neues sehen oder irgendwie, weiß ich nicht.

00:55:29: Ein Tempel in Indien entdecken den vorher noch nie jemand gesehen hat am besten!

00:55:34: Eine Expedition durch die Antarktes starten keine Ahnung, irgendwie sowas Hundeschlittenrennen fahren.

00:55:41: Das wäre an anderen Tagen der perfekte Sonntag wenn ich etwas mache was komplett neu ist und was mein Horizont so richtig krass erweitert und so einen Moment an dem man sich für immer erinnert.

00:55:50: das finde auch ein perfekten Sonntage.

00:55:53: Also jetzt gerade eher Rückzug, aber ja wie gesagt kommt drauf an wenn du mich fragst.

00:55:58: Es wird der Phasen ist bei mir ganz genau so aussehen.

00:56:00: ich habe auch phasens rückzugs und phasen des Abenteuers.

00:56:04: Ich weiß gar nicht, ich glaube sie Nina Ritter war das die wir im Podcast haben.

00:56:06: die hat es als einatmen und Ausatmen bezeichnet.

00:56:08: Das fand ich sehr schön.

00:56:10: Also Phasen des Imputs, Phasens des Outputs.

00:56:12: Und wenn ich so ruhe Rückzugsphasen habe genauso selbst aufwachen dann vielleicht sogar joggen gehen die genießen das der Tag ruhig ist gerade Sonntagmorgen ist es ja mal richtig schön ruhig.

00:56:22: und dann vielleicht ein bisschen was schreiben bisschen was produktives machen ein bisschen aufräumen dann doch einen Lickerchen machen dann nochmal rausgehen dann noch einen Liggerchen machen.

00:56:30: einfach so spontan in den Tag rein leben ist großartig aber in anderen Phasend.

00:56:34: genau wie eine sagt lieber Abenteuer.

00:56:36: da möchte ich gerne Ich weiß nicht, irgendwas angucken irgendwo hinfahren.

00:56:40: Leute treffen essen gehen und von morgens bis abends irgendwelchen Input haben.

00:56:46: Und dann am besten auch gar nicht vorher wissen was passiert.

00:56:51: Ja ich sehe schon sehr unterschiedlich können eure Sonntage auf jeden Fall sein.

00:56:56: Und ich würde sagen wir hoppeln jetzt mal rüber zu eurem Podcast denn es gibt gleich noch ein zweites Interview Bei euch.

00:57:03: das können man die Hörerinnen auch gerne Anschluss noch anhören.

00:57:07: Ich werde dann auf den Link zu eurem Podcast in die Show Notes heutigen Episode packen.

00:57:13: Vielen Dank, dass wir da sein durften!

00:57:15: Ja es hat sehr Spaß

00:57:16: gemacht!

00:57:18: Wenn du jetzt gerne tiefer an das Thema ADHS einsteigen möchtest, dann kann ich dir wirklich den Bunny Brains Podcast sehr ans Herz legen.

00:57:27: Vor allem natürlich auch weil in der nächsten Folge genau einen Tag später erscheint, also morgen ich zu Gast sein werde und das Gespräch hat auch unglaublich viel Spaß gemacht.

00:57:39: Also wenn du gerne mehr über mich und vor allen Dingen auch über meinen Podcast erfahren möchtest, also so spannende Dinge wie welche Podcast folgen, mich auf mein Schreiben besonders geprägt haben was ich für meine eigene Autorntätigkeit aus diesen vielen Interviews mitgenommen habe Und wie der Podcast überhaupt mein Leben und meinen Schreiben verändert hat, dann ist das Interview beim Bunnybrains-Podcast genau das Richtige für dich.

00:58:09: Also ich würde sagen hoppelt mal unbedingt rüber zu Erna und Anne und sagt dort mal Hallo von mir!

00:58:16: Den Link zum Podcast findet ihr natürlich in den Show Notes zur heutigen Episode.

00:58:29: damit du keine zukünftigen Episoden mehr verpasst.

00:58:31: Und hinterlass auch super gerne eine Bewertung für den Podcast da, das hilft mir immer sehr weiter und ... Ja, wenn du glaubst die heutige Folge ist für jemanden, den du kennst, auch super hilfreich und relevant dann schick sie doch gerne dieser Person denn Sharing scaring!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.